Anschluss, Kochgeschirr, Einbaumaß, Technik und Kosten: Hier stehen kurze Antworten auf die Fragen, die vor dem Kauf eines Induktionskochfelds am häufigsten aufkommen – nach Themenbereich filterbar.
Die Vier- und Fünf-Zonen-Kochfelder in unserem Vergleich liegen zwischen 6.900 W und 11,2 kW Anschlusswert – dafür ist in aller Regel ein 400-V-Anschluss nötig, umgangssprachlich Starkstrom. Schmale Geräte bleiben darunter: Die beiden 30-cm-Domino-Felder im Vergleich kommen mit 3.500 bzw. 3.700 W aus und lassen sich über einen gewöhnlichen Stromkreis versorgen – eines davon bringt dafür einen Schuko-Stecker mit. Welche Absicherung Ihr Gerät verlangt, steht im Datenblatt – anschließen darf es nur eine Elektrofachkraft. Was der Anschluss im Einzelnen verlangt, steht im Ratgeber zum Anschluss.
Nein. Ein Einbaukochfeld wird fest angeschlossen, und das ist Sache einer Elektrofachkraft – auch dann, wenn die Herdanschlussdose schon vorhanden ist. Das Einsetzen in den Ausschnitt der Arbeitsplatte übernehmen viele Käufer selbst; mehrere Rezensionen beschreiben diesen Teil als unkompliziert. Der elektrische Anschluss bleibt davon getrennt.
Das hängt vor allem daran, ob die Leitung schon liegt. Wird ein Elektroherd gegen ein autarkes Kochfeld getauscht, ist die Anschlussdose meist vorhanden und der Aufwand gering; muss eine neue Leitung mit eigener Absicherung gezogen werden, wird es deutlich aufwendiger. Eine allgemeine Zahl nennen wir hier nicht – sie hängt an Region, Leitungsweg und Zustand der Installation. Lassen Sie den Aufwand vor dem Kauf ansehen.
Oft ja – wenn Ausschnittmaß und Anschlusswert passen. Messen Sie zuerst den vorhandenen Ausschnitt in der Arbeitsplatte: 60-cm-Felder brauchen typischerweise rund 56 × 49 cm, für 77 bis 90 cm breite Geräte muss der Ausschnitt erweitert werden. Ein umlaufender Rahmen – im Vergleich etwa beim Bosch PIF64RBB5E – gleicht kleine Abweichungen im alten Ausschnitt aus.
Geeignet ist Kochgeschirr mit magnetisierbarem Boden: Edelstahl mit Sandwichboden, Gusseisen und emaillierter Stahl. Aluminium, Kupfer und Glas funktionieren nur mit eingearbeitetem Stahlboden. Wichtig ist außerdem ein ebener Boden mit ausreichendem Durchmesser – zu kleines Kochgeschirr aktiviert die Topferkennung nicht. Wie Sie Ihren Bestand durchgehen, zeigt der Ratgeber zum Kochgeschirr.
Halten Sie einen Magneten an den Topfboden. Bleibt er von allein haften, arbeitet das Kochfeld mit diesem Topf. Viele Hersteller kennzeichnen geeignetes Kochgeschirr zusätzlich mit einem Spulensymbol auf der Unterseite.
In der Regel nicht. Prüfen Sie Ihren Bestand mit dem Magnettest – Töpfe aus Edelstahl und Gusseisen bestehen ihn meist, Ersatz brauchen häufig nur Aluminiumpfannen und Spezialgeschirr. Rechnen Sie die fehlenden Teile trotzdem in die Anschaffung ein, bevor Sie zwei Geräte über den Preis vergleichen.
Ein autarkes Kochfeld hat eine eigene Steuerung und hängt nicht an einem Backofen darunter. Es lässt sich frei in der Küche platzieren – etwa in einer Kochinsel – und für sich allein austauschen, ohne den Backofen anzufassen. Das Gegenstück ist der Herd-Set-Verbund, bei dem der Backofen die Kochzonen mitsteuert. Mehr zu Bauform und Maßen im Ratgeber Einbau und Maße.
60 cm ist das Standardmaß: Es passt in fast jeden vorhandenen Ausschnitt und deckt vier Kochzonen ab. Geräte mit 77 bis 90 cm bringen mehr Fläche für mehrere große Töpfe nebeneinander – bei manchen als fünfte Zone oder zweite Flexzone, bei anderen bleibt es bei vier größeren Zonen –, verlangen aber einen größeren Ausschnitt und eine Arbeitsplatte, die das hergibt. Für sehr kleine Küchen gibt es 30 cm breite Domino-Felder mit zwei Kochzonen, die sich mit einem zweiten Feld kombinieren lassen. Welches Ausschnittmaß dazugehört, steht im Ratgeber Einbau und Maße.
Ein Muldenlüfter ist ein Kochfeld mit integriertem Dunstabzug: Der Dunst wird direkt am Topf nach unten abgesaugt, statt über eine Haube darüber. Die Luft geht entweder als Abluft nach draußen oder läuft im Umluftbetrieb über Fett- und Geruchsfilter zurück in den Raum. Welche Anbindung möglich ist, entscheidet die Küche – und beides braucht Platz im Unterschrank. Die Planung im Einzelnen steht im Ratgeber zum Kochfeld mit Dunstabzug.
Ein gewöhnliches Induktionskochfeld ist flach: Die Geräte im Vergleich bauen rund 5 bis 6 cm hoch, darunter bleibt eine Schublade meist möglich. Ein Kochfeld mit integriertem Dunstabzug braucht deutlich mehr – das Siemens ED811BS16E misst 22,9 cm Bauhöhe und das Karinear-Feld mit Dunstabzug 21,5 cm, weil das Abzugsmodul im Gerät sitzt. Planen Sie bei einem Muldenlüfter zusätzlich den Kanal oder die Filterbox ein.
Eine allgemeingültige Zahl gibt es nicht, und ein EU-Energielabel tragen Kochfelder nicht. Der Mechanismus ist aber klar: Die Spule erhitzt den Topfboden direkt, die Glaskeramik darüber wird nur durch den Topf warm – es geht weniger Wärme an die Umgebung verloren als bei einem Kochfeld mit Strahlungsheizkörpern. Wie viel das im Haushalt ausmacht, hängt an Kochgeschirr, Deckel und Gewohnheiten.
Auf niedrigen Stufen lässt sich die Leistung der Spule nicht beliebig fein herunterregeln – sie schaltet stattdessen in Intervallen ein und aus. Hörbar und sichtbar ist das vor allem beim langen Ziehenlassen von Soßen, beim Anbraten fällt es nicht auf. Geräte mit 17 Leistungsstufen regeln feiner als solche mit 9 Stufen, und ein passend großer Topfboden verteilt die Wärme gleichmäßiger. Warum das so ist, erklärt der Ratgeber Induktion oder Ceran.
Eine Flexzone verbindet zwei nebeneinanderliegende Kochzonen zu einer durchgehenden Fläche. Beim Karinear-Flexzonenfeld im Vergleich sind das 39,25 × 21 cm – genug für einen Bräter oder eine rechteckige Grillplatte, nicht für zwei große Töpfe nebeneinander. Sie lohnt sich, wenn Sie regelmäßig mit Bräter, Fischpfanne oder Grillplatte arbeiten; wer vier runde Töpfe nutzt, braucht sie nicht.
Der Booster legt Leistung benachbarter Spulen kurzzeitig auf eine Kochzone, damit Wasser schneller ankocht. Beim Siemens ED811BS16E erhöht er die Heizleistung laut Hersteller um bis zu 50 % gegenüber Stufe 9. Der Haken ist die begrenzte Gesamtleistung des Geräts: Laut einer Rezension zum NEFF T68TTV4L0 schaltet der Booster ab, sobald mehr als zwei Kochzonen gleichzeitig laufen.
Hörbar sind zwei Dinge: der Lüfter der Elektronik und ein leises Brummen oder Klicken bei hoher Leistung, das vom Topfboden abhängt. In den ausgewerteten Rezensionen wird der Lüfter beim KKT KOLBE IH87705FZ als leiser als erwartet beschrieben, beim Karinear-Kochfeld dagegen als hörbar. Eine Rezension zum Karinear schildert lautes Brummen und spürbare Vibrationen – ein Einzelfall, der aber zur Rückgabe führte.
Dazu gilt ein Satz: Hersteller empfehlen einen Mindestabstand zum eingeschalteten Kochfeld und ärztliche Rücksprache. Welcher Abstand für Ihr Gerät und Ihr Implantat gilt, beantworten die Gebrauchsanleitung und Ihre Ärztin oder Ihr Arzt.
Bei zehn der vierzehn Geräte im Vergleich ist eine Kindersicherung vorhanden: Sie sperrt die Bedienung gegen versehentliches Verstellen oder Einschalten, meist über eine Tastenkombination. Ob ein bestimmtes Gerät sie führt, steht in dessen vollständiger Ausstattungsliste auf der jeweiligen Produktseite, verlinkt aus dem Vergleich. Ein weiteres Gerät nennt eine „Tastensperre" – ob das dieselbe Funktion meint, lässt sich aus den vorliegenden Angaben nicht sicher sagen.
Wer auf schnelles Ankochen und feines Regeln Wert legt, merkt den Unterschied sofort: Mehrere Rezensionen zu den Geräten im Vergleich beschreiben deutlich kürzeres Aufheizen als beim vorherigen Kochfeld mit Strahlungsheizkörpern, drei Haushalte berichten, sie hätten ihren Wasserkocher abgeschafft. Dagegen stehen die Kosten für Gerät, Anschluss und gegebenenfalls neues Kochgeschirr. Passt der vorhandene Ausschnitt und besteht Ihr Kochgeschirr den Magnettest, bleibt der Wechsel überschaubar. Die Unterschiede im Alltag stehen im Ratgeber Induktion oder Ceran.
Die Spanne in unserem Vergleich reicht von rund 90 € für ein 30-cm-Domino-Feld mit zwei Kochzonen bis rund 1.180 € für ein Markengerät mit integriertem Dunstabzug. Ein 60-cm-Feld mit Flexzone beginnt bei rund 170 €. Für ein solides 60-cm-Kochfeld einer bekannten Marke liegen Sie bei etwa 280 bis 620 €, breite 77- bis 90-cm-Geräte beginnen bei gut 300 €. Rechnen Sie Anschluss und fehlendes Kochgeschirr dazu, bevor Sie zwei Preise gegeneinanderstellen.
Technisch liegen die Geräte näher beieinander, als der Preis vermuten lässt – Flexzone, Booster und Timer bieten die günstigen Felder im Vergleich ebenfalls. Der Unterschied liegt oft in der Bedienung – die meisten Markengeräte bieten 17 statt 9 Leistungsstufen, wenn auch nicht alle –, in der Service- und Ersatzteillage und in der Zahl der Rezensionen, auf die sich eine Einschätzung stützen kann: Zu einzelnen günstigen Geräten liegen nur eine Handvoll Bewertungen vor. Wer ein Kochfeld für zehn Jahre sucht, kauft mit der Marke vor allem Service und eine breitere Erfahrungsbasis mit.